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Finanzielle Benachteiligung von Frauen

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Benachteiligung wegen des Geschlechts

Das Bundes­arbeits­gericht hat die Rechte von Frauen, die auf gleiche Bezahlung wie ihre männlichen Kollegen pochen, gestärkt.

Nach einer Ent­scheidung der höchsten deutschen Arbeits­richter reicht bei einer nach­gewiesenen Differenz zum Vergleichs­entgelt von Männern mit vergleich­barer Arbeit die Vermutung, dass die finanzielle Benachteiligung wegen des Geschlechts erfolgte (8 AZR 488/19). Allerdings könnte diese Vermutung vom Arbeitgeber widerlegt werden.

Geklagt hat eine Abteilungs­leiterin aus Nieder­sachsen. In ihrem Fall lag das Vergleichs­entgelt ihrer männlichen Kollegen sowohl beim Grund­entgelt als auch bei der Zulage höher als ihr Entgelt. Die Vorinstanzen hatten unterschiedlich zu ihrer Klage entscheiden.

Das Vergleichs­entgelt (Median-Entgelt) muss nach den Regeln des Entgelt­transparenz­gesetzes ermittelt werden. Es räumt Arbeit­nehmern einen Auskunfts­anspruch ein.

Nach Meinung des Herrn Rechtsanwalt Michael Nowak erleichtert das höchst­richterliche Urteil juristische Verfahren bei Entgelt­diskriminierung. Mit dem Urteil des Bundes­arbeits­gerichts kehre sich die Beweislast um. Arbeitgeber müssen nachweisen, nicht zu diskriminieren.

Die Erfolgsaussichten bei vergleichbaren Klagen sind durch das Urteil deutlich gestiegen.

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